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Titel An atypical fauna in the Lower Devonian Hunsrück Slate of Germany [Eine atypische Fauna aus dem unterdevonischen Hunsrückschiefer von Deutschland]
Jahr: 2007
Sprache: Englisch
Quelle: Paläontologische Zeitschrift, Vol. 81/2:181-204
Stichwörter: Hunsrückschiefer, Unterems, Grube Karschheck und Lingenbach, Wisper Trog, "Rheinische" Fauna, Palaeoekologie, Lebensgemeinschaften, Palaeobiologie, Biostratigraphie
Inhalt: Dieser Artikel beschreibt eine hauptsächlich "Rheinische", neritische Fauna unter dem Titel: "atypisch", d.h. in Widerspruch zu den berühmten Fossilien der Fossillagerstätte. Die Schieferfossilien wurden in zwei Gruben WNW und NO von Bundenbach (Lingenbach bzw. Karschheck) gesammelt und gleichen denen des Taunus am Meisten. Ihr geologisches Alter ist, aufgrund der Spiriferen als stratigraphisch aussagekräftige Arten, Unterems, Ulmen Unterstufe. Die Lage und Orientierung der Viriatellina (Novakia) gemuendina lässt vermuten, dass Tentakuliten Weichtiere sind, aber keine Cephalopoden. Neue Entdeckungen für den Hunsrückschiefer sind die Crinoiden Orthocrinus simplex, Ctenocrinus typus und Diamenocrinus stellatus, ein aus kräftigen Cirren bestehendes "runner"-artiges Anheftungssystem an dem distalen Ende eines pentagonalen Stieles einer unbekannten Seelilie, drei rugose Korallen "Zaphrentis" sp. mit einer nadelartigen Spitze an ihrer Basis um aufrecht zu stehen, die Muschel Praecardium sp. mit nur wenigen, ?dornartigen Rippen mit breiten Zwischenräumen, relativ große Archaeogastropoden mit trochiformen (?Bembexia) und (plano)konvexen Schalen, der Trilobit Paracryphaeus sp. und ein pentameroide Brachiopode (?Biseptum sp.). In Karschheck konnte ein weiteres Hunsrückschiefer-Exemplar eines Spiriferiden (Brachyspirifer explanatus) mit erhaltenen Spiralia der Lophophore gefunden werden. In dem systematischen Teil des Beitrags wird der Crinoide Orthocrinus simplex neu beschrieben. Auch werden zwei neue Arten vorgestellt: die rugose Koralle Volgerophyllum karschheckensis n. g. n. sp. (siehe Bild; Foto G. Oleschinski, Uni Bonn) und der Crinoide Acanthocrinus spinosus n. sp.
Kommentar 1: Die Studie von De Baets et al. (2013): "Emsian Ammonoidea and the age of the Hunsrück Slate (Rhenish Mountains, Western Germany)" in Palaeontographica, Abt. A, Volume 299, Issues 1-6: 1-113, verweist mehrmals auf die Arbeit von Südkamp (2007). Es betrifft das selektive Sammeln von "wertvollen" Fossilien durch die Spalter, die neuerdings entdeckten spektakulären Details von Fossilien aus wenigen reichen Aufschlüssen (Gebiet um Bundenbach und Gemünden), die Diskussion um Alter und chronologische Reichweite des Hunsrückschiefers, die nicht nur freilebenden und planktonischen Lebensräume von einigen Formen oder ontogenetischen Stadien der Dacryoconariden und die Notwendigkeit nicht nur stratigraphisch wichtige Gruppen in Fossillagerstätten zu studieren sondern alle Elemente der Fauna. Auch stellte sich nach näherer Untersuchung heraus, dass der inkrustierte Mimagoniatites cf. falcistria aus der Karschheck Grube bei Gemünden gar kein Ammonit ist. Zuletzt ist das Gemälde/Lebensbild von Eleonore Ware teilweise (Krinoiden, Trilobit, orthokonische Nautiloid) auf Südkamp (2007) basiert.

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last update: 23.02.2020
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